Was beim Haustürkauf zu beachten ist

Hausansicht mit Außentür

Beim Hausbau oder auch bei der umfangreichen Renovierung einer Immobilie sind so viele Dinge zu planen und zu beachten, dass die Entscheidung über die richtige und passende Haustüre in den Überlegungen manchmal einfach zu wenig Raum findet. 

So kommt es oft zu raschen, oder sogar übereilten Käufen von Haustüren, die auf den ersten Blick schick aussehen und ins Budget passen, sich im Alltag später allerdings als unpraktisch oder gar unbrauchbar erweisen.

Deshalb ist es in diesem Fall empfehlenswert, genügend Zeit in die intensive Recherche sowie in die Erstellung einer Anforderungsliste zu investieren oder gegebenenfalls auch die Beratung durch geschulte und erfahrene Fachleute in Betracht zu ziehen.

Was also macht richtige Haustüre aus?

Es ist so gut wie unmöglich, diese Frage pauschal zu beantworten, da sowohl die baulichen Gegebenheiten der Immobilie als auch die individuellen Anforderungen der zukünftigen Bewohner meistens höchst unterschiedlich sind. 

Doch es gibt grundlegende Punkte, die zu überlegen sind, um nicht vollständig den Blick auf das Wesentliche zu verlieren. Diese Überlegungen sollten sich nicht vorrangig im Hier und Jetzt abspielen, sondern auch Eventualitäten, die die Zukunft bringen könnte, miteinbeziehen.

Kinderwägen oder Rollstühle benötigen erfahrungsgemäß etwas mehr Platz, um nicht permanent Kratzer und Dellen zu verursachen, sind aber bei weitem nicht der einzige Grund für eine großzügige Bemessung von Türhöhe und -breite. Spätestens beim Versuch, Möbel, sperrige Pakete oder auch nur vollgepackte Einkaufstaschen ins Haus zu bringen, freut man sich über die geräumige Türöffnung. 

Neben der Größe spielen auch Öffnungsrichtung und Ausrichtung eine entscheidende Rolle. Ob außen oder innen, links oder rechts hängt neben persönlichen Vorlieben vor allem von der Art des Zugangs ab. Liegen direkt vor oder hinter der Haustüre Stufen oder Schwellen, die das Öffnen nach außen oder das Schließen von innen erschweren könnten? Gibt es einen vorgesehenen oder bereits vorhandenen Platz für Dinge wie Türglocke oder Lichtschalter, die eine bestimmte Öffnungsrichtung vorgeben?

All diese Punkte sollten bedacht werden, um nicht jahrelang die paar Schritte oder Handgriffe zu viel machen zu müssen, die nach einiger Zeit zum Ärgernis werden.

Auf die Optik kommt’s an, oder?

Tür und Fenster von außen

Selbstverständlich soll die Eingangstür was hermachen, denn wie sagt man so schön: Der Eingangsbereich ist die Visitenkarte des Hauses. Und wer möchte schon jeden Tag sein Heim durch eine unansehnliche Haustüre betreten?

Farbe, Material und Stil können je nach Geschmack und Wunsch ausgewählt werden, sollten jedoch im besten Fall zum Erscheinungsbild des Hauses passen. 

Keine Abstriche sollten allerdings bei der Qualität gemacht werden. Eine schicke Haustüre nützt nur wenig, wenn sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr vernünftig schließt oder aufgrund schlechter Verarbeitung oder Sicherung eine Einladung für jeden Einbrecher darstellt. 

Auch die letzten Fragen müssen geklärt werden

Welche Öffnungs- und Sicherheitsmechanismen sind geplant? Besteht der Wunsch nach bestimmten Ausstattungen wie einem beidseitig sperrbaren Zylinder oder speziellem Einbruchsschutz?

Oder sind elektronische Funktionen in Form von Codeschlössern oder Fingerscannern beabsichtigt? In diesem Fall sollte bereits frühzeitig mit der Planung begonnen werden, um Leitungen und Anschlüsse ohne nachträglichen Aufwand installieren zu können.